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	<title>Dänemarkblog</title>
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	<description>Ein diakonisches Jahr im Ausland</description>
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		<title>Dänemarkblog</title>
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		<title>Die Halbinsel Stevns</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 22:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist fast schon einsam geworden. Mit meinem Laptop hocke ich in einem Zimmer, das nur mit einem unbezogenen Bett, einem Bürostuhl und einem kleinen Schränkchen ausgestattet ist. Der Flur ist nahezu ausgestorben, ein einziges Zimmer ist noch bewohnt. Ich sitze in diesem Niemandsland, um ein wenig Internet zu haben. Ich denke zurück, an die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=310&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Es ist fast schon einsam geworden. Mit meinem Laptop hocke ich in einem Zimmer, das nur mit einem unbezogenen Bett, einem Bürostuhl und einem kleinen Schränkchen ausgestattet ist. Der Flur ist nahezu ausgestorben, ein einziges Zimmer ist noch bewohnt. Ich sitze in diesem Niemandsland, um ein wenig Internet zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich denke zurück, an die Zeit, in der es hier noch lebendig war. Zehn Zimmer, zehn Bewohner und immer war irgendwie Besuch da. Dann kam der Juni und es wurde Stück für Stück leerer.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_315" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6721.jpg"><img class="size-medium wp-image-315" title="IMGP6721" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6721.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Die Fahrradfahrer nach Ströby" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Team Diakoni</p></div>
<p style="text-align:justify;">Am lebendigsten war es aber an anderen Orten, zu anderen Zeiten. Eines Tages im Frühling machten wir uns auf in einen kleinen Ort an der Küste in der Køgebucht. Von Kopenhagen 40 km entfernt und noch weiter hinaus, als die Endstation der S-Bahn reicht. Einige nehmen den Zug und nehmen dabei eine Menge Zeug mit, die Anderen (mit mir) finden sich in einer Kolonne zusammen und fahren mit dem Fahrrad im Rudel an der Küste entlang. Wir haben dabei nicht unbedingt weniger Zeug dabei, was auf einem Fahrrad allerdings ein wenig unpraktischer ist als auf einem Sitzplatz im Bahnwaggon. So eine Gitarre auf dem Rücken ist halt ein wenig sperrig. Nach einer ca. 4-stündigen Ausdauertour mit nur einigen wenigen Erholungs- und Verletzungspausen (Hajni schlägt sich bei einem Sturz das Knie auf) erreichen wir erschöpft aber glücklich das Häuschen im Wald noch vor Anbruch der Dunkelheit. Das Abendessen ist zum Glück schon fertig und wir können unsere Energiereserven wieder auffüllen. Als die letzten Nachzügler eintreffen, ist unsere Mannschaft komplett, mit mehr als 20 Leuten und es wird ein gemütlicher Abend. Ein paar singen, ein paar schnacken, ein paar andere rauchen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Häuschen ist Pfadfinderheim und Kindergarten in einem, somit findet sich zu gleichen Teilen eine Sammlung aus ausgestopften Tieren und solchen zum Kuscheln. Der große Aufenthaltsraum ist unser Sammelplatz, zum Schlafen verteilt man sich auf die umliegenden Zimmer. Ich kann mich einigermaßen bequem einrichten, weil ich in einer Ecke einen übergroßen Stoffbiber finde und ihn als Kopfkissen missbrauche.</p>
<p style="text-align:justify;">Am nächsten Morgen taumele ich aus meinem Schlaflager heraus und blinzele in den Gemeinschaftsraum hinein. Da steht Martin schon energetisch und aufbruchsbereit am Frühstückstisch. Er sieht entschlossen aus. Er ist schließlich mitten im Trainingsprogramm für einen Marathon und ist hier nicht zum Entspannen hergekommen. Thiemo steht daneben und sieht entschlossen aus, wenigstens einigermaßen mithalten zu können. Martin füllt noch seinen selbstgebauten Versorgungsgurt auf und ist schon zur Tür heraus.</p>
<p style="text-align:justify;">Danach bewegt sich im Raum lange nur sehr wenig. Langsam bahnen sich verschlafene Gestalten ihren Weg zum Frühstück. Danach verläuft der Tag aber wesentlich energiegeladener. Eine kleine Gruppe entschließt sich zu einer Fahrradtour über die Halbinsel, denn es soll auf der Ostseite am Meer Klippen geben. Auf der Landkarte suchen wir uns dazu einen passenden Weg möglichst nah am Wasser zurecht. Dummerweise zeigt sie keine Verbindung durch das Waldstück im Nordosten an.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_316" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6774.jpg"><img class="size-medium wp-image-316" title="IMGP6774" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6774.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Die Fahrradtour ist am Strand angekommen" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gut, wie weiter?</p></div>
<p style="text-align:justify;">Das stört uns jedoch erstmal nicht und wir fahren an schmucken Häusern vorbei die Küste entlang. Bald tauchen immer mehr Bäume auf und die Straße wechselt zu einem Waldweg. Jetzt helfen uns nur noch Himmelsrichtungen. Der Weg wird immer schmaler und verschlungener, bis er an einem kleinen Bach im Gestrüpp endet. Das Meer ist nur einen Steinwurf entfernt und hinter den Bäumen taucht ein Jogger auf. Es ist Thiemo, allerdings allein. Martin hat er schon vor einiger Zeit verloren, aber wenigstens läuft er noch. Sehr erschöpft sieht er auch nicht aus.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir müssen unsere Tour über den „Strand“ fortsetzen, der hier ziemlich steinig daherkommt und mehr ein Geröllfeld als irgendetwas Anderes ist. Wir nehmen die nächste Gelegenheit wieder in den Wald hinein, kommen an einer Art verlassenem Indianerlager vorbei und finden schließlich den Weg aus dem Wald heraus. Weitläufige Felder empfangen uns, ein paar verstreute Bauernhäuser stehen herum. Ich pflichte Karin bei, dass es auf dem Land doch irgendwie am schönsten ist.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_318" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6795.jpg"><img class="size-medium wp-image-318" title="IMGP6795" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6795.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Die Klippen Stevns Klint" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Stevns Klint</p></div>
<p style="text-align:justify;">Wir fahren ein bisschen weiter, bis wir zu einem Feld kommen, hinter dem eine Kante liegt. Dahinter geht es 20 Meter in die Tiefe. Wir sind an den Klippen angelangt. Majestätisch verlaufen sie in Richtung Horizont, nur zerschnitten durch eine Seebrücke für eine Kiesgrube. Die Sonne hat ihren Zenit lange überschritten und wir treffen während unserer Pause auf ein paar Teletubbies, die den Aussichtsturm erklimmen.</p>
<p style="text-align:justify;">Unser Reisetaschenbuch bringt uns auf das letzte Ziel dieses Tages: die alte Kirche von Højerup. Sie steht am Rand eines verschlafenen Dorfes an den Klippen und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche selbst ist relativ unspektakulär. Es sind kaum Verzierungen oder Bilder erhalten, kalter Stein und Holzbänke beherrschen das Bild. Die massive Einganstür ist aus Holz geschnitzt und für mich viel zu klein. Der Boden formt sich wie eine Rinne, weil so viele Menschen über die Jahrhunderte darübergelaufen sind.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_319" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6829.jpg"><img class="size-medium wp-image-319" title="IMGP6829" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/07/imgp6829.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Hojerup Kirke Tür zum Meer" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kein Altar, dafür ein Portal</p></div>
<p style="text-align:justify;">Wenn man die Kirche betritt, kommt sie einem sofort eigenartig vor. Es gibt keinen Altar. Dort, wo der Chor sein sollte, befindet sich nur eine gemauerte Wand mit einer kleinen Tür in der Mitte. Man geht hindurch und schaut auf einen unendlichen, türkisblauen Teppich. Man steht auf einem Balkon hoch oben auf den Klippen und schaut auf das Meer, das sich vom Fuße der Klippen in alle Richtungen bis zum Horizont erstreckt. Die Kirche steht genau an der Klippe, so nah, dass vor einiger Zeit eines Nachts nach einer Flut ein Teil der Kirche mitsamt der Klippe ins Meer stürzte. Man versuchte sie zu befestigen und seitdem ersetzt ein Balkon den abgestürzten Kirchenteil.</p>
<p style="text-align:justify;">Zurück zu unserem Basiscamp nehmen wir diesmal den direkten Weg diagonal über die Karte und fahren in den Sonnenuntergang hinein. Schließlich endet der Abend mit Grillen, ein wenig Singen und vor Allem gemütlich beisammen sitzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Am nächsten Morgen steht die Fahrt zurück nach Kopenhagen an. Sie wird lang und anstrengend, aber schlussendlich sind wir ziemlich stolz, die ganze Fahrerei erfolgreich durchgehalten zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich klappe den Laptop zu. Es ist völlig still im Korridor.</p>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;overflow:hidden;text-align:justify;"><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Es ist fast schon einsam geworden. Mit meinem Laptop hocke ich in einem Zimmer, das nur mit einem unbezogenen Bett, einem Bürostuhl und einem kleinen Schränkchen ausgestattet ist. Der Flur ist nahezu ausgestorben, ein einziges Zimmer ist noch bewohnt. Ich sitze in diesem Niemandsland, um ein wenig Internet zu haben.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Ich denke zurück, an die Zeit, an der es hier noch lebendig war. Zehn Zimmer, zehn Bewohner und immer war irgendwie Besuch da. Dann kam der Juni und es wurde Stück für Stück leerer.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Am lebendigsten war es aber an anderen Orten, zu anderen Zeiten. Eines Tages im Frühling machten wir uns auf in einen kleinen Ort an der Küste in der K</span><span style="font-family:Times New Roman,serif;">øgebucht. Von Kopenhagen 40 km entfernt und noch weiter hinaus, als die Endstation der S-Bahn reicht. Einige nehmen den Zug und nehmen dabei eine Menge Zeug mit, die Anderen (mit mir) finden sich in einer Kolonne zusammen und fahren mit dem Fahrrad im Rudel an der Küste entlang. Wir haben dabei nicht unbedingt weniger Zeug dabei, was auf einem Fahrrad allerdings ein wenig unpraktischer ist als auf einem Sitzplatz im Bahnwaggon. So eine Gitarre auf dem Rücken ist halt ein wenig sperrig. Nach einer ca. 4-stündigen Ausdauertour mit nur einigen wenigen Erholungs- und Verletzungspausen (Hajni schlägt sich bei einem Sturz das Knie auf) erreichen wir erschöpft aber glücklich das Häuschen im Wald noch vor Anbruch der Dunkelheit. Das Abendessen ist zum Glück schon fertig und wir können unsere Energiereserven wieder auffüllen. Als die letzten Nachzügler eintreffen, ist unsere Mannschaft komplett, mit mehr als 20 Leuten und es wird ein gemütlicher Abend. Ein paar singen, ein paar schnacken, ein paar andere rauchen.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Das Häuschen ist Pfadfinderheim und Kindergarten in einem, somit findet sich zu gleichen Teilen eine Sammlung aus ausgestopften Tieren und solchen zum Kuscheln. Der große Aufenthaltsraum ist unser Sammelplatz, zum Schlafen verteilt man sich auf die umliegenden Zimmer. Ich kann mich einigermaßen bequem einrichten, weil ich in einer Ecke einen übergroßen Stoffbiber finde und ihn als Kopfkissen missbrauche.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Am nächsten Morgen taumele ich aus meinem Schlaflager heraus und blinzele in den Gemeinschaftsraum hinein. Da steht Martin schon energetisch und aufbruchsbereit am Frühstückstisch. Er sieht entschlossen aus. Er ist schließlich mitten im Trainingsprogramm für einen Marathon und ist hier nicht zum Entspannen hergekommen. Thiemo steht daneben und sieht entschlossen aus, wenigstens einigermaßen mithalten zu können. Martin füllt noch seinen selbstgebauten Versorgungsgurt auf und ist schon zur Tür heraus.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Danach bewegt sich im Raum lange nur sehr wenig. Langsam bahnen sich verschlafene Gestalten ihren Weg zum Frühstück. Danach verläuft der Tag aber wesentlich energiegeladener. Eine kleine Gruppe entschließt sich zu einer Fahrradtour über die Halbinsel, denn es soll auf der Ostseite am Meer Klippen geben. Auf der Landkarte suchen wir uns dazu einen passenden Weg möglichst nah am Wasser zurecht. Dummerweise zeigt sie keine Verbindung durch das Waldstück im Nordosten an.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Das stört uns jedoch erstmal nicht und wir fahren an schmucken Häusern vorbei die Küste entlang. Bald tauchen immer mehr Bäume auf und die Straße wechselt zu einem Waldweg. Jetzt helfen uns nur noch Himmelsrichtungen. Der Weg wird immer schmaler und verschlungener, bis er an einem kleinen Bach im Gestrüpp endet. Das Meer ist nur einen Steinwurf entfernt und hinter den Bäumen taucht ein Jogger auf. Es ist Thiemo, allerdings allein. Martin hat er schon vor einiger Zeit verloren, aber wenigstens läuft er noch. Sehr erschöpft sieht er auch nicht aus.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Wir müssen unsere Tour über den „Strand“ fortsetzen, der hier ziemlich steinig daherkommt und mehr ein Geröllfeld als irgendetwas Anderes ist. Wir nehmen die nächste Gelegenheit wieder in den Wald hinein, kommen an einer Art verlassenem Indianerlager vorbei und finden schließlich den Weg aus dem Wald heraus. Weitläufige Felder empfangen uns, ein paar verstreute Bauernhäuser stehen herum. Ich pflichte Karin bei, dass es auf dem Land doch irgendwie am schönsten ist.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Wir fahren ein bisschen weiter, bis wir zu einem Feld kommen, hinter dem eine Kante liegt. Dahinter geht es 20 Meter in die Tiefe. Wir sind an den Klippen angelangt. Majestätisch verlaufen sie in Richtung Horizont, nur zerschnitten durch eine Seebrücke für eine Kiesgrube. Die Sonne hat ihren Zenit lange überschritten und wir treffen während unserer Pause auf ein paar Teletubbies, die den Aussichtsturm erklimmen.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Unser Reisetaschenbuch bringt uns auf das letzte Ziel dieses Tages: die alte Kirche von Højerup. Sie steht am Rand eines verschlafenen Dorfes an den Klippen und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche selbst ist relativ unspektakulär. Es sind kaum Verzierungen oder Bilder erhalten, kalter Stein und Holzbänke beherrschen das Bild. Die massive Einganstür ist aus Holz geschnitzt und für mich viel zu klein. Der Boden formt sich wie eine Rinne, weil so viele Menschen über die Jahrhunderte darübergelaufen sind.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Wenn man die Kirche betritt, kommt sie einem sofort eigenartig vor. Es gibt keinen Altar. Dort, wo der Chor sein sollte, befindet sich nur eine gemauerte Wand mit einer kleinen Tür in der Mitte. Man geht hindurch und schaut auf einen unendlichen, türkisblauen Teppich. Man steht auf einem Balkon hoch oben auf den Klippen und schaut auf das Meer, das sich vom Fuße der Klippen in alle Richtungen bis zum Horizont erstreckt. Die Kirche steht genau an der Klippe, so nah, dass vor einiger Zeit eines Nachts nach einer Flut ein Teil der Kirche mitsamt der Klippe ins Meer stürzte. Man versuchte sie zu befestigen und seitdem ersetzt ein Balkon den abgestürzten Kirchenteil.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Zurück zu unserem Basiscamp nehmen wir diesmal den direkten Weg diagonal über die Karte und fahren in den Sonnenuntergang hinein. Schließlich endet der Abend mit Grillen, ein wenig Singen und vor Allem gemütlich beisammen sitzen.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Am nächsten Morgen steht die Fahrt zurück nach Kopenhagen an. Sie wird lang und anstrengend, aber schlussendlich sind wir ziemlich stolz, die ganze Fahrerei erfolgreich durchgehalten zu haben.</span></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Ich klappe den Laptop zu. Es ist völlig still im Korridor.</span></p>
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		<title>På arbeijde II</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 23:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben seit einem halben Jahr eine neue Küche. Die steht im Pegasus, dem Schwestercafé des Amadeus. Eine Mannschaft aus zweieinhalb Köchen wechselt sich mit dem Kochen ab und muss jeden Tag für so ca. 50 Menschen das Essen zubereiten. Natürlich nagelneue Ausstattung findet sich dort, glitzerndes Metall, zwei Backöfen und ein supermoderner Herd, den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=303&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Wir haben seit einem halben Jahr eine neue Küche. Die steht im Pegasus, dem Schwestercafé des Amadeus. Eine Mannschaft aus zweieinhalb Köchen wechselt sich mit dem Kochen ab und muss jeden Tag für so ca. 50 Menschen das Essen zubereiten. Natürlich nagelneue Ausstattung findet sich dort, glitzerndes Metall, zwei Backöfen und ein supermoderner Herd, den man wie ein iPhone bedienen muss: Durch draufpatschen. Allerdings macht die Technik meistens, was sie will, piept vor sich hin und man muss einiges an Überzeugungskraft aufbringen, damit sie das aufheizen anfängt &#8211; nur um dann mittendrin einfach aufzuhören. Eine Runde Schnitzel haben Moritz und ich damit trotzdem hinbekommen, wir durften uns einmal ausprobieren, weil das gesamte Kochteam wahlweise im Urlaub oder krank war.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_306" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp5090.jpg"><img class="size-medium wp-image-306" title="IMGP5090" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp5090.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Transportfahhrad vor dem Amadeus" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Dienstgefährt</p></div>
<p style="text-align:justify;">Wenn dann also an normalen Tagen das Essen fertig ist, wird die Hälfte davon in separate Töpfe und Gefäße gefüllt und steht abfahrbereit an der Küchentür. Dann komme ich ins Spiel: Das Mittagessen soll vom Pegasus ins Amadeus transportiert werden. Das geschieht ganz nach Kopenhagener Art mit dem Fahrrad. „Christianiabike“ heißen diese Transportkisten auf Rädern und eine davon gehört den Cafés. Ich schwinge mich also jeden Mittag aufs Rad und bahne mir den Weg durchs Viertel. Ich umkurve eine Dauerbaustelle, warte eine gefühlte Ewigkeit an den Ampeln und verdrehe einigen Leuten den Kopf, weil sie wissen wollen, wo der leckere Geruch herkommt. Ich komme auch an einigen Menschenansammlungen vorbei. Ich kenne inzwischen die Plätze genau, an denen Gruppen, die vorwiegend aus Männern bestehen, sich ab morgens um 10 erst einmal gepflegt betrinken. Leicht peinlich wird es dann für mich, weil ich den Großteil kenne und sie mich dann grüßen.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn ich dann am Amadeus angekommen bin, kommen die Essenskisten drinnen in die kleine Küche und werden aufgwärmt, während die leeren Sachen vom Vortag wieder in das Transportfahrrad verladen werden und ich den Rückweg antrete.</p>
<p style="text-align:justify;">Im Winter wird eine solche Tour natürlich nochmal schwerer. Im Amadeus grinste mich mein Chef einmal an, als ich durch die Tür kam und sagte so etwas wie: „Egal ob Eis oder Schnee, der Essenbote kommt immer!“ Als ich mich für den Rückweg gerade wieder auf das Fahrrad gesetzt hatte, begann es erst zu hageln und gleich danach in dicken Flocken zu schneien. Dementsprechend hatte ich danach ungefähr diesen Gesichtsausdruck: (-.-).</p>
<p style="text-align:justify;">An einigen festen Tagen in der Woche bin ich nun im Pegasus. Die beiden Cafés sind von den Besuchern her erstaunlich verschieden, obwohl sie nur zwei Straßen auseinanderliegen. Das Pegasus kann man eher mit einer Kantine eines Seniorenheims vergleichen, während das Amadeus von wesentlich mehr Drogenabhängigen aufgesucht wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Seitdem ich also im Pegasus zum Personal gehöre, warte ich auf den Tag, an dem alles explodiert. Einige Cafébesucher sind sich nicht ganz grün und manchmal entstehen ziemliche Spannungen. Dieser Tag kam tatsächlich irgendwann. Die Stimmung heizt sich immer auf, wenn eine ältere Frau hereinkommt, die unter Schizophrenie mit Paranoia leidet. Sie ist ziemlich unruhig, redet ständig ziemlich laut und ist davon überzeugt, dass die gesamte Welt sie nicht leiden kann. Die anderen Besucher sind dann bereits nach 30 Sekunden genervt und fangen das Kommentieren an. Die Dame sieht sich natürlich in ihrer Überzeugung bestätigt und ihre Stimmung verschlechtert sich zusehends.</p>
<p style="text-align:justify;">Ihr Gegenspieler zum Aufregen ist ein relativ junger Mann, der ziemlich intelligent gewesen sein muss, bis er eines Tages zur falschen Zeit am falschen Ort war. Ein Taxi kam um die Ecke und erfasste ihn, er lag ein Jahr im Koma, ist seitdem motorisch und geistig eingeschränkt und ändert sein Verhalten sprunghaft, es kann also mal vorkommen, dass er über eine Kleinigkeit einen Wutanfall bekommt und herumschreit.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Ganze kann man für gewöhnlich durch Zureden beruhigen. Heute allerdings nicht. Der junge Mann gerät mit der älteren Dame aneinander und will das Herumschreien gar nicht mehr aufhören. Meine Chefin schickt ihn schließlich nach draußen, wo er die Nachbarschaft 10 Minuten lang zusammenbrüllt. Die Dame schimpft unterdessen wie ein Rohrspatz, die anderen Besucher verkriechen sich entweder in ihre Zeitung oder regen sich ihrerseits auf. Irgendwann tritt die Frau dann die Flucht an. Für fünf Minuten ist Ruhe, bis sie plötzlich klitschnass wieder auftaucht. Ein Nachbar hatte genug von den Szenen und dem Geschimpfe auf der Straße, sodass er sich einen Eimer Wasser nahm und ihn aus dem vierten Stock aus dem Fenster kippte. Sein Ziel hat er genau getroffen&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">So etwas ist jedoch eher selten. Meistens kann ich beruhigt im Café sitzen und mich mit den Besuchern unterhalten, wir lachen oft, trinken Unmengen an Kaffee und ich kann inzwischen auch meinen ärgsten Widersacher im Ludo (das dänische Mensch-ärger-dich-nicht) regelmäßig in die Tasche stecken.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/danmarkbloggen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/danmarkbloggen.wordpress.com/303/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=303&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Strynø</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mache langsam die Augen auf. Mein Blick fällt durch das Dachfenster auf ein paar Wolken. In einer seichten, gleichmäßigen Bewegung ziehen sie über den Himmel. Darunter breitet sich eine grüne Wiese aus. Ein paar Sträucher wiegen sich im Wind. Sie stehen nah am Wasser, das sich unter dem leichten Lüftchen ein wenig kräuselt. Auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=293&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Ich mache langsam die Augen auf. Mein Blick fällt durch das Dachfenster auf ein paar Wolken. In einer seichten, gleichmäßigen Bewegung ziehen sie über den Himmel. Darunter breitet sich eine grüne Wiese aus. Ein paar Sträucher wiegen sich im Wind. Sie stehen nah am Wasser, das sich unter dem leichten Lüftchen ein wenig kräuselt. Auf diesem grauen Teppich schleicht eine Fähre über die See, auf dem Weg zur Nachbarinsel.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich drehe mich ein wenig zur Seite – langsam versteht sich. Im Schlafraum bewegt sich keiner. Alles ist völlig ruhig. Ich genieße ein wenig die Stille. Ich muss nirgendwo hin, nichts erleben oder entdecken. Das, was man hier sehen kann ist sowieso relativ begrenzt.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich befinde mich nämlich auf einer kleinen Insel in der dänischen Südsee. Hier liegen ein paar versprengte Eilande und auf einem von diesen leben Simone und Jana für ein Jahr. Simone feierte gestern ihren Geburtstag und genau deshalb liege ich hier gerade auf einem Hochbett unter ein paar Dachbalken und habe reichlich Platz. Aber der Reihe nach.</p>
<p style="text-align:justify;">Gestern morgen machten wir uns früh auf, um unsere Tour über das Land mit Bahn, Bus, zu Fuß und per Schiff zu starten. Wir, das waren Nina, Moritz, Hajni und ich. Thibaut hatte auf irgendeine Art verschlafen und wollte uns hinterherreisen. Den letzten Teil der Überfahrt mussten wir uns irgendwie durch die kleine Stadt zurechtsuchen, von der die Fähre auf die Insel fahren sollte. Und das unter Zeitdruck. Mit ein wenig Glück und Joggen schafften wir es rechtzeitig zum Hafen, der allerdings relativ leer war. Nur in einer kleinen Ecke hinter einem Häuschen lag ein Boot am Kai vertäut. Eine Fähre, zweifellos unser Ziel. Wir hatten gerade unsere Füße auf den schwankenden Grund gesetzt, da stieg der Kapitän schon nach oben ins Führerhäuschen und setzte das klapprige Schiff in Bewegung. Die Fähre hat schon einige Jahre auf dem Buckel, sie mühte sich sichtlich, unter der Last von uns und ganzen 3 Autos an Deck. Sehr viel mehr passt auch gar nicht darauf.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp6577.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-297" title="IMGP6577" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp6577.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Der Hafen von Strynö" width="300" height="225" /></a>Bis wir auf der Insel waren, dauerte es eine halbe Stunde, obwohl die Endstationen in Sichtweite liegen. Auf Geschwindigkeit kommt es hier einfach nicht an. Die Zeit steht geradezu still, jedenfalls wenn man das Leben in der Großstadt gewöhnt ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Im „Hafen“ tauchte Jana plötzlich aus dem Bauch der Fähre auf und ging mit uns an Land. Ein wenig schien es, als wenn das Dorf auf uns gewartet hätte, denn alle Ankömmlinge wurden fröhlich begrüßt. Ein „Hej!“ flog in jede Richtung, man kennt sich einfach. Weit mussten wir nicht laufen, unsere Bleibe liegt fast direkt am Wasser. Es ist eine kleine Werft und zugleich so etwas wie ein kleines Erlebniszentrum für Schulklassen. Draußen auf der Weide stehen ein paar Schafe, die sofort gefüttert wurden, drinnen ein kleines Museum für ein paar Boote. Eines davon wurde vor ein paar Jahren von einem Schiffsbauer für seine Freundin gefertigt, die gerade Freiwillige auf der Werft war. Natürlich trägt es ihren Namen: „Katharina“.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch Clara war von Fünen herübergekommen, um den Geburtstag zu feiern, also freute ich mich erst einmal eine Runde, die ganzen Landbewohner wiederzusehen..</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp6585.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-298" title="IMGP6585" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp6585.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Landschaft Strynös" width="300" height="225" /></a>Simone und Jana zeigten uns ein wenig von der Insel. Das Dorf in der Mitte mit dem kleinen Laden, die Kirche, eigentlich viel zu groß für so wenig Bewohner, ein paar Landwege und das Ufer mit der alten Windmühle. Keine Autos zu sehen. Keine Menschen auf der Straße. Die Zeit ist angehalten.</p>
<p style="text-align:justify;">Zurück in der Werft wurde der Abend vorbereitet. Es gab ein großes Abendessen und es stießen sogar noch ein paar weitere Gäste hinzu: Simones Gasteltern und eine deutsche Frewillige mit ihrem dänischen Freund, die den langen Weg von Jütland auf die kleine Insel auf sich genommen hatten. Diese Freiwillige sprach ein beeindruckendes Dänisch. Nur dass sie sich einen lustigen West-Jütland-Akzent zugelegt hatte. So viel macht also Übung und Umgebung aus.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir alle bekommen mit unserem Dänisch ein paar spannende Gespräche hin. Simones Gasteltern, so erfahren wir, hatten sich auf Grönland kennengelernt. Er ist Kopenhagener, sie Kanadierin, die auf einer Militärbasis gearbeitet hatte.</p>
<p style="text-align:justify;">Und wie kommt man jetzt dazu, nach Strynø zu ziehen?</p>
<p style="text-align:justify;">„Dafür muss man auf Grönland gewohnt haben. In einer Stadt würden wir es einfach nicht aushalten&#8230;“</p>
<p style="text-align:justify;">Dieser Ort hat mit Grönland gemeinsam, dass er so ziemlich am weitesten von Allem anderen weg liegt. Auf Strynø natürlich nur gefühlt. Wenn man dort ist, braucht man ein wenig Geduld, um wieder wegzukommen. Denn das Leben auf der Insel richtet sich nach der Fähre, das heißt man sollte es dabei nicht zu eilig haben und früh zu Hause sein. Oder man hat gute Freunde auf der gegenüberliegenden Seite.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn man dort tatsächlich wohnt, ist man dann Mitglied einer großen Gemeinschaft. Jeder kennt jeden. Und die Bewohner sind ziemlich verschieden, es gibt Japaner, Australier und eben Kanadier.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp6601.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-299" title="IMGP6601" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/05/imgp6601.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Lagerfeuer auf Strynö" width="300" height="225" /></a>Der Abend wurde noch ein wenig später und wir entschlossen uns nach draußen zu gehen. Entzündet wurde das erste richtige Lagerfeuer des Jahres. Es war zwar noch relativ kalt, aber mit einer dicken Jacke und die Füße ohne Schuhe dicht an die Flammen halten war das ertragbar. Dazu durfte natürlich eine Gitarre nicht fehlen, das Spielen übernahm Moritz, während wir uns ein paar Kulturdebatten lieferten.</p>
<p style="text-align:justify;">Jetzt liege ich also im Hochbett und schaue mir den Himmel an. Unten wuselt seit geraumer Zeit Simone herum, um mich herum erwacht so langsam das Leben. Bald gibt es Frühstück.</p>
<p style="text-align:justify;">Danach machen wir uns wieder zu einem kleinen Spaziergang auf, diesmal in Südrichtung. Am ersten Haus arbeitet eine Frau an ihrem Garten. Als sie uns kommen sieht, fragt sie, ob wir gestern Abend ein schönes Fest hatten. Hier spricht sich sowas schnell herum. Spätestens seit Simone und Jana zur Vorbereitung den Dorfladen leergekauft hatten, muss sich die Nachricht rasend schnell verbreitet haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Bald darauf erreichen wir das Haus von den Gasteltern der Inselfreiwilligen. Das ist ziemlich schmuck eingerichtet. Stickereien hängen an den Wänden, kleine Figuren stehen auf den Regalbrettern, viele kleine Details kleiden die Räume aus. Mich erinnert es stark an die Wohnung meiner Großeltern. Sogar der Geruch ist der gleiche. Ich stehe ein wenig in der Stube und lasse meine Erinnerungen herumschweifen. Wir trinken Kaffee und Tee in der Küche. Es passiert nicht viel, der Tag verstreicht langsam, aber langweilig wird es nie.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein wenig später sind wir wieder auf der Fähre und winken zurück. Jana und Simone stehen am Kai, daneben Thibaut. Der will sich von dort aus am nächsten Tag weiterreisen – nach Skagen, ans Ende der Welt. Nur ohne Schnee.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir machen uns derweil wieder auf den Weg in eine andere Welt.</p>
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		<title>Göteborg</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 22:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Spontanausflüge sind klasse. Manchmal kommt irgendwer hier auf die Idee, einfach mal irgendwohin zu fahren. Dann wird sofort ein Fortbewegungsmittel gebucht und spätestens eine Woche später sind wir auf dem Weg. Ich schließe mich einer Gruppe an, die sich als Ziel Göteborg, die zweitgrößte Stadt Schwedens, ausgesucht hat. Wir nehmen den Bus (den wir wie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=285&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_288" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/04/imgp6459.jpg"><img class="size-medium wp-image-288" title="IMGP6459" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/04/imgp6459.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Göteborggruppe im Nordwald" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Expeditionsteam</p></div>
<p style="text-align:justify;">Spontanausflüge sind klasse. Manchmal kommt irgendwer hier auf die Idee, einfach mal irgendwohin zu fahren. Dann wird sofort ein Fortbewegungsmittel gebucht und spätestens eine Woche später sind wir auf dem Weg.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich schließe mich einer Gruppe an, die sich als Ziel Göteborg, die zweitgrößte Stadt Schwedens, ausgesucht hat. Wir nehmen den Bus (den wir wie immer noch ganz knapp erreichen) und fahren 5 Stunden durch schwedische Küstenlandschaft, weit über die Schneegrenze hinaus.</p>
<p style="text-align:justify;">Die erste Etappe geht wieder über die große Hängebrücke, allerdings kann man heute noch nicht einmal das Meer erkennen, weil es einfach viel zu neblig ist. Auf der anderen Seite werden wir dann an der Zollstation rausgewunken. Polizeikontrolle. Zwei Zollbeamte in quietschgelben Warnwesten steigen in den Bus und setzen ernste Blicke auf. Die beiden müssen eindeutig zu viele Krimiserien geguckt haben. Wie Tatort-Kommissare starren sie durchdringend in die Runde, jeder der Reisenden ist potenziell verdächtig. Sie bewegen sich in Zeitlupe schleichend durch den Bus, dabei fixieren sie immer einen Passagier, als bestehe gerade akute Fluchtgefahr.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie aus dem Nichts spricht mich plötzlich einer der Beiden an: „Dansk? Svensk?“ Er spricht dabei in diesem Tonfall, den einfach nur Fernsehpolizisten draufhaben und hier wohl gerade cool wirken soll. Er schafft es damit wenigstens, mich unsicher zu machen. „English?“, frage ich. Er starrt mich an. Ich schiebe ein fast entschuldigendes „Eller dansk&#8230;“ hinterher und der Kerl beginnt das Verhör. In irgendeiner Mischung aus Dänisch und Schwedisch fragt er mich, wo wir hinwollen, wie lange wir bleiben, wie viele wir sind, was wir da anstellen. Ich muss ein paar mal nachfragen und verstehe ein paar Wörter, mit denen ich mir den Sinn seiner Fragen zusammenreimen kann. Er zeigt keine Regung, ist aber anscheinend zufrieden mit meiner Auskunft. Er wendet sich der Reisegruppe mit der dunkleren Hautfarbe neben uns zu, die er nicht nur ausfragt, sondern auch ihre Pässe und Aufenthaltsgenehmigungen herausholen lässt.</p>
<p style="text-align:justify;">Göteborg empfängt uns mit Sonnenschein und einer hübschen Innenstadt, durch die wir erstmal einen Weg finden müssen. Der Hunger treibt uns in ein kleines Lokal, das tatsächlich ziemlich schwedisch aussieht. Holzverkleidete Wände und ein Mittagsmenü aus Köttbullar und Knäckebrot. Jetzt muss nur noch ein Quartier gefunden werden. Wir nehmen eine der blauen, klapprigen Straßenbahnen, die hier überall herumfahren, und machen uns auf den Weg in den Westen der Innenstadt. Dort liegt neben einer Kirche eine kleine Jugendherberge, in der wir erstmal unsere Sachen abladen.</p>
<div id="attachment_289" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/04/imgp6399.jpg"><img class="size-medium wp-image-289" title="IMGP6399" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/04/imgp6399.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Die Band Skilla aus Malmö" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Girlie-Indie-Träumer-Rockmusik</p></div>
<p style="text-align:justify;">Den Abend verbringen wir ganz größstädtisch auf einer Modenschau in einer gemütlichen, werkstattähnlichen Halle. Viele Studenten sind da und es spielt eine rein weibliche Indie-Band aus Malmö. In der Pause legt eine DJane auf und ich beobachte ein eigenartiges Phänomen: Die gesamte Raumbevölkerung sitzt oder steht herum und unterhält sich, die Bewegung besteht maximal daraus, zur Bar zu gehen und sich ein weiteres Bier zu geben. Bis eben Ludovic und Moritz den Platz entern und mitten in der Menge einfach anfangen zu tanzen. Erst alleine, dann gesellen sich nach und nach mehr Leute dazu, bis es am Ende schon fast eine Disko sein könnte. Nachdem die Band fertig ist und schon das Licht zum Aufräumen angemacht wird, machen sich die Anderen weiter auf den Weg in die Nacht, während ich in Richtung Herberge gehe, weil mir meine verschleppte Erkältung schon wieder zu schaffen macht.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_290" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/04/imgp6445.jpg"><img class="size-medium wp-image-290" title="IMGP6445" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/04/imgp6445.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Aussichtspunkt im Norden" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Über den Dächern Göteborgs</p></div>
<p style="text-align:justify;">Der nächste Tag wird komplett der Stadterkundung gewidmet. Wir schauen sie uns von oben an – wir klettern auf mindestens 5 verschiedene Aussichtspunkte und durchlaufen die Stadt einmal von Norden nach Süden. Es wird auch hier langsam Frühling, aber ein paar Schneeflecken sind noch da. Der Winter hat seine Spuren hinterlassen, die Straßen sind relativ dreckig und die Pflanze sind noch nicht aus ihrem Schlaf aufgewacht. Ziemlich windig ist es, was wir vor allem im Hafen bemerken. Über die offenen Lagerflächen bläst es ziemlich, während wir ein paar Läufer bei einem Langlaufrennen beobachten.</p>
<p style="text-align:justify;">Göteborg hat im Zentrum wunderschöne Häuserzeilen, ein paar schmucke Kirchen und auch ein bisschen was Grünes mit den alten Wallanlagen. Dazwischen scheppern immer mal wieder die Straßenbahnen hindurch. Man fühlt sich ins vorige Jahrhundert zurückversetzt.</p>
<p style="text-align:justify;">Was man von oben allerdings besonders gut beobachten kann: Dieser Stil setzt sich nicht nach außen fort. Man muss so ca. 10 Minuten vom Stadtzentrum in eine Richtung laufen und man landet in einem tristen Reihenhausviertel. Und davon gibt es reichlich in Göteborg. Es ist halt eine Arbeiterstadt, die von den Werften und den Industriefabriken gelebt hat und es teilweise heute noch tut. Der Hafen nimmt eine Menge Raum ein, es gibt viele kleine Ecken, die schon bessere Tage gesehen haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Gen Abend treffen wir am letzten Aussichtspunkt auf Christian, einen Studenten, der in Kopenhagen im Café Retro gearbeitet hat und den Anderen am vorigen Abend über den Weg gelaufen ist. Als Retro-Freiwilliger könnte man potenziell in fast jeder Stadt der Welt übernachten, weil man dort Leute kennt. Gut also, dass unsere Gruppe zur Hälfte aus „Retros“ besteht und Christian uns zu sich nach Hause einlädt. Den Weg dorthin nehmen wir durch einen großen Park, von denen es am Stadtrand Göteborgs auch eine Menge gibt. Hier sind sogar einige Tiergehege mit Rehen, Hirschen, Elchen und Seehunden.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Studenten, bei denen wir unterkommen, haben sich ein gemütliches Holzhaus gemietet und wohnen dort mit ungefähr 10 Leuten unter einem Dach. Wir sitzen dort lange in der Küche und reden unendlich viel über Schweden, die ganze Welt, Land, Leute, Gewohnheiten, Natur und was weiß ich noch alles. Ein wunderschöner Abend.</p>
<p style="text-align:justify;">Am Tag der Abreise durchqueren wir noch einmal die Stadt und finden noch eben zufällig den nach einhelliger Meinung allerbesten Schokoladenkuchen der Welt im Café gegenüber der Domkirche. Und ich finde in einem riesigen Second-Hand-Shop eine Menge Klamotten, die mir passen. Von denen nehme ich schließlich alle querstreifigen mit.</p>
<p style="text-align:justify;">So verlassen wir die Stadt und die Landschaft zieht wieder an meinem Fenster vorbei.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/danmarkbloggen.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/danmarkbloggen.wordpress.com/285/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=285&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Ende der Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 00:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin war schneller. Deshalb solltet ihr unbedingt seinen Bericht der großen Reise lesen, der so wunderbar geschrieben ist, wie ich es wahrscheinlich nicht hinbekommen hätte. Hier entlang bitte. Ich baue da jetzt einfach mal meine Geschichte drumherum. Manchmal muss man einfach aus der Stadt raus. Nach einer eine Weile wird einem der Lärm und die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=271&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Martin war schneller. Deshalb solltet ihr unbedingt seinen Bericht der großen Reise lesen, der so wunderbar geschrieben ist, wie ich es wahrscheinlich nicht hinbekommen hätte. <a href="http://martindaenemark.wordpress.com/2010/03/19/wiwawinterferien-teil2-einmal-quer-durch-danemark-und-mehr-oder-weniger-wieder-zuruck-2/">Hier entlang bitte</a>. Ich baue da jetzt einfach mal meine Geschichte drumherum.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Manchmal muss man einfach aus der Stadt raus. Nach einer eine Weile wird einem der Lärm und die Enge, der ganze Trubel einfach zu viel. Besonders wenn man, so wie ich, aus der norddeutschen Tiefebene stammt. Ich wollte einfach mal wieder übers Land bis zum Horizont gucken können.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich setze mich also in einen Zug Richtung Jütland. Auf Fünen kommt Martin dazu, der den ersten Teil seiner Winterferien allein in Odense verbracht hatte und mir auf der Zugfahrt jetzt von abenteuerlichen Reisen seiner Zimmerkollegen, ausgedehnten Fahrradtouren und Seekühen erzählt. Und so wie er erzählt, gehen ganz schnell 4 Stunden oder im Zweifel auch ein paar Tage rum, ohne dass man das so richtig bemerkt.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Ziel unserer Reise ist Møltrup, eine Einrichtung auf dem Land in der Mitte von Jütland, um Alkoholabhängigen wieder auf die Beine und in ein geregeltes Leben zu helfen. Dort arbeiten Cosmin, Zoltan und Margit, die wir von den Seminaren kennen und die uns in ihrem Haus übernachten lassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir werden am Bahnhof von Zoltan und seinem alten Opel empfangen und machen eine kleine Tour durch Vildbjerg. Wir bekommen die Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt: Zwei Supermärkte, eine kleine Straße mit Geschäften und die einizge Ampel im Umkreis von ca. 10 km.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_276" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6017.jpg"><img class="size-medium wp-image-276" title="IMGP6017" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6017.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Kuhstall Vildbjerg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Martin im Kuhstall</p></div>
<p style="text-align:justify;">Møltrup ist nun so etwas wie ein Großbauernhof und ein kleines Dorf in sich selbst, was wir bei Zoltans Führung am nächsten Tag mitbekommen. Es gibt Wohnhäuser, die für ingesamt 120 Menschen reichen, ein Sägewerk, ein Kraftwerk, in dem Müll und große Stohballen verfeuert werden, Fertigungshallen für Pappe und Schmuckbehälter, eine Go-Kart-Bahn, ein Speisehaus, Ausnüchterungsräume und ein Kuhstall. In Letzterem steht heute für dessen Einwohner etwas Besonderes auf dem Programm: Nagelpflege. Dazu wird die Kuh in einem Gestell aufgehängt und die Hufe mit einem Winkelschleifer bearbeitet, während die anderen Kühe dahinter geduldig Schlange stehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Zoltan lässt uns dann allein, weil er zur Arbeit gerufen wird und wir erkunden das Gelände auf eigene Faust weiter. Wir laufen an der Sägerei und der Kartbahn entlang, bis der Feldweg so langsam in Richtung Nichts verläuft. Hier liegt eine Menge Gerümpel in Containern und Schuppen auf Haufen verteilt und ein paar Hunde bellen im Zwinger vor sich hin. Nur ein Element stört die Einsamkeit: Vor uns sitzt ein älterer Herr auf einem elektronischen Gefährt und versucht, mit einem Besen im Gestrüpp herumzustochern. Als er uns erblickt, fragt er im tiefsten Britisch, ob wir ihm ein Drahtgestell da herausholen können. Martin nimmt die Aufgabe an und kämpft sich von der anderen Seite durch einen Gerümpel-Container vor, während der Mann sozusagen zum Anfeuern immer wieder das Gestell im Busch erwähnt. Ich hab wieder meine Standard-Position eingenommen: Daneben stehen und nicht wissen, was ich machen soll. Martin schafft es schließlich und kann voller Stolz einen Taschenhalter mit drei Rädern übergeben. Der Mann bedankt sich, wünscht uns einen schönen Tag und fährt davon.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_277" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6029.jpg"><img class="size-medium wp-image-277 " title="IMGP6029" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6029.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Kirche in Möltrup" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Martin vor der Kirche</p></div>
<p style="text-align:justify;">Wir erkunden den Landstrich ein wenig weiter und wagen uns in das nächste Dorf. Auf dem höchsten Punkt des Hügels finden wir eine der typisch dänischen Kirchen: weiß verputzt mit rotem Dach und Giebel in Treppenmuster, dazu ein paar schwarze Verzierungen und Jahreszahl. Zu unserer Überraschung ist sie offen. Ein wirkliches kleines Schmuckstück. Ich sitze ein wenig länger im Kirchenraum und schaue verträumt umher, während Martin schon durch ein paar versteckte Türen bis in den Kirchturm hinaufgeklettert ist. Die Fenster sind leider relativ verschlossen, dafür findet er die Steuerungsanlage für die Glocken. „Wenn ich hier draufdrücke, hört das Geläut nicht mehr auf&#8230;“</p>
<p style="text-align:justify;">Der Rückweg wird mit Kühe anstarren verbracht, bevor wir bei Zoltan und Margit lecker Mittagessen und danach an die Westküste zum Strand fahren. Genau an den Punkt, an dem ich meinen ersten Dänemarkurlaub verbracht habe. Ganz typisch stehen Ferienhäuser in den Dünen verteilt, alles sieht aus wie damals. Nur anders, weil diesmal alles unter einer dicken Schneedecke liegt.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_278" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6078.jpg"><img class="size-medium wp-image-278 " title="IMGP6078" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6078.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Ringköbing Strand" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Martin am Strand</p></div>
<p style="text-align:justify;">Sogar das Meer ist anders. Wesentlich bedrohlicher. Scharf ist es vom grellweißen Strand abgegrenzt und legt sich als dunkler Teppich bis zum Horizont. Dort verschwimmt es mit den Wolken, die sich hoch zu einer riesigen dunkelgrauen Wand auftürmen. Es sieht aus wie eine massige Gewitterfront, die auf das Land zurollt. Dagegen stemmen sich vom Land her die Wolkenmassen, die genauso weiß sind wie der Schnee, der sich über das Land gelegt hat.</p>
<p style="text-align:justify;">Den Abend verbringen wir in einem Schwimmbad in Vildbjerg, das wir fast für uns alleine haben. Der nächste Morgen beginnt früh, wir machen uns wieder auf den Weg. Es geht weit in den Norden, genauer gesagt zum allernördlichsten Punkt Dänemarks: Die Stadt Skagen. Das Land wird immer flacher und das Schneetreiben immer dichter, bis alles vor dem Zugfenster in einer undefinierbaren weißen Suppe versinkt.</p>
<p style="text-align:justify;">In Skagen beziehen wir das Untergeschoss bei einem netten Paar und machen uns auf, etwas von der Stadt zu sehen und vielleicht an den tatsächlich nördlichsten Punkt Dänemarks zu kommen. Das stellt sich jedoch als relativ schwierig heraus, weil inzwischen ein ausgewachsener Schneesturm über Skagen hereingebrochen ist. Am Stadtrand, dort wo es zum Strand geht, bläst es so stark, dass man sich bequem in den Wind lehnen kann, ohne umzufallen. Wir stehen am alten Leuchtfeuer, ein paar Radlader schieben Schnee von den Straßen und in der Ferne wirft der Leuchtturm sein diffuses Licht in den Nebel hinein. Es haben sich längst große Schneewehen gebildet und verwandeln das Land in eine weiße Wüste.</p>
<p style="text-align:justify;">Am nächsten Tag wagen wir einen neuen Versuch. Es stürmt immer noch, also besuchen wir zuerst das Museum und hoffen auf besseres Wetter. Die Malereien erzählen vom Sommer in Skagen. Die Menschen auf den Bildern baden oder sitzen im Garten, während im Fenster direkt daneben der Schnee vorbeifegt und es sich Eiskristalle bilden.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_280" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6189.jpg"><img class="size-medium wp-image-280" title="IMGP6189" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp6189.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Weg zur Nordspitze" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Martin im Schneesturm</p></div>
<p style="text-align:justify;">Es hilft nix, wir sind in Skagen, jetzt müssen wir auch bis zum absoluten Nordende laufen, sonst war das Ganze hier sozusagen umsonst. Der Weg dorthin erinnert mich an Dokumentationen aus der Arktis: Es stürmt heftig, der Schnee wird über die Straße geweht, es ist beißend kalt, wir versuchen dick eingepackt irgendwie vorwärts zu kommen. Als die Straße aufhört, finden wir ein verlassenes Häuschen, das im Sommer Touristen mit Würsten und Eis versorgen soll und suchen dahinter Schutz. So ungefähr würde „The Day After Tomorrow“ in Dänemark aussehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Durch die Dünen laufen wir zum Strand und weiter Richtung Nordspitze. Ein paar andere haben sich auch hierher gewagt und rufen uns zu, dass es verdammt windig ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Irgendwann sind wir dann tatsächlich da. Wir stehen auf einer Eisscholle und blicken auf das aufgewühlte Meer. Wir haben es geschafft, wir stehen am Ende der Welt (jedenfalls gefühlt). Von beiden Seiten laufen die Meere aufeinander zu und treffen sich auf einer Linie, die sich von unserer kleinen Landzunge in Richtung Horizont biegt. Ein Wellenkamm markiert die Grenze zwischen Nord- und Ostsee.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Rückweg ist mit Rückenwind natürlich wesentlich einfacher und bald sind wir in unserer Unterkunft und packen die Sachen für die Abreise. Ich habe gerade das Letzte verstaut und schließe den Koffer, da steht Martin in der Tür mit seinem Handy am Ohr. Er hat dieses Grinsen im Gesicht, das er immer aufsetzt, wenn etwas schiefgelaufen und es Zeit für Galgenhumor ist. „Der Zug fährt nicht.“ sagt er trocken. Wir sitzen fest. Eingeschneit am Ende der Welt.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir dürfen kostenlos eine weitere Nacht in der Ferienwohnung bleiben und wagen uns noch einmal zum Supermarkt nach draußen, bevor wir den Abend mangels Alternativen vor dem Fernseher verbringen.</p>
<p style="text-align:justify;">Am nächsten Tag fahren die Züge tatsächlich wieder, allerdings mit einigen Schwierigkeiten. Der erste bleibt am Morgen im Schnee stecken, unser Zug schafft es nur mit ein wenig Anlauf aus den Bahnhöfen und vergisst einfach mal das Halten an einer Station, weshalb wir kurzerhand wieder zurückfahren müssen. Vor der Endstation bleiben wir noch ca. 10 Minuten in der Wildnis stehen und bekommen über die Lautsprecher Folgendes vom Lokführer mitgeteilt: „Ja, wir stehen hier und warten auf die Einfahrterlaubnis nach Frederikshavn. Ich hab&#8217; grad versucht, da anzurufen, aber es ist besetzt. Ich versuch&#8217;s gleich nochmal&#8230;“</p>
<p style="text-align:justify;">Frederikshavn wiederum ist völlig eingeschneit, weshalb wir von dort mit einem Bus weitertransportiert werden und es in Aalborg tatsächlich in einen Zug nach Kopenhagen schaffen. Es ist bereits nach Mitternacht, als ich endlich in mein gewohntes, weiches Bett fallen kann.</p>
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		<title>Malmö</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Menschen behaupten, die beiden einzigen Sehenswürdigkeiten von Malmö sind der verdrehte Glasturm und Kopenhagen auf der anderen Seite des Øresunds. Aber es liegt in Schweden und ist damit ein Grund für uns Fast-Dänen mal ein wenig fremdes Land zu erkunden. Das ist seit einigen Jahren recht einfach. Irgendwer hat mal eine Hängebrücke ins Wasser [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=261&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_267" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp5983.jpg"><img class="size-medium wp-image-267" title="IMGP5983" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp5983.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Innenstadt Malmö" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Malmö von Innen</p></div>
<p style="text-align:justify;">Manche Menschen behaupten, die beiden einzigen Sehenswürdigkeiten von Malmö sind der verdrehte Glasturm  und Kopenhagen auf der anderen Seite des <span style="font-family:Times New Roman,serif;">Ø</span>resunds. Aber es liegt in Schweden und ist damit ein Grund für uns Fast-Dänen mal ein wenig fremdes Land zu erkunden. Das ist seit einigen Jahren recht einfach. Irgendwer hat mal eine Hängebrücke ins Wasser zwischen Amager und Schonen gestellt, die man noch aus 30 km Entfernung sehen kann. Seitdem dauert es ca. eine halbe Stunde vom Hauptbahnhof Kopenhagen bis zum Hauptbahnhof Malmö. Gerade genug Zeit um die Aussicht auf die Ostsee unter einem und die schwedische Landschaft zu genießen. Das erste, was man auf der anderen Seite sieht ist&#8230; ein riesengroßer IKEA-Markt.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Zeit reicht auch noch, um sich ein wenig über Schweden zu unterhalten. Glücklicherweise haben wir eine Expertin an Bord. Nina spricht Schwedisch als Muttersprache, allerdings in einem für schwedische Ohren seltsamen Dialekt. Zugegeben, wirklich unparteiisch ist sie nicht. Sie kommt aus Finnland und hat damit so etwas wie einen Kleiner-Bruder-Komplex entwickelt. Schweden gilt in so ziemlich dem gesamten Rest der Welt als das Land mit den höchsten Werten in Bildung, Gleichstellung, Sozialsystem, Gesundheitssystem und der Kategorie „Das Land, in dem ich später mal leben will“. Dementsprechend selbstbewusst sind seine Bewohner. Was den Nachbarn gehörig auf den Keks geht.</p>
<p style="text-align:justify;">Nina erzählt die Geschichte von den Schildern am Stockholmer Flughafen, die die Stadt als „Hauptstadt Skandinaviens“ ausweisen. Der Schlusssatz ihrer Empörungsrede: „Wieso hat uns eigentlich keiner gefragt?“</p>
<p style="text-align:justify;">Sobald es in irgendeiner Sportart zum Duell Finnland-Schweden kommt, ist die gesamte finnische Nation auf den Beinen und Triumphe werden dem übermächtigen Gegner noch jahrzehntelang aufs Brot geschmiert. So ähnlich wie bei uns das mit den Österreichern und Cordoba von vor 32 Jahren.</p>
<p style="text-align:justify;">Kurzum: Nina mag Schweden nicht. Als wir in Malmö den Bahnsteig betreten, setze ich kurz zu einem „Wir sind da! Das gelobte Land!“ an und bekomme dafür ein barsches „Oh, Shut up!!“ zurück.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_268" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp5985.jpg"><img class="size-medium wp-image-268" title="IMGP5985" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/03/imgp5985.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Projekor im Einkaufszentrum" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Faszinierend!</p></div>
<p style="text-align:justify;">Jedenfalls schauen wir uns die Stadt und eine Kirche von innen an, essen Pizza, gehen shoppen und spielen ein wenig mit dem Projektor im Einkaufszentrum herum. Da wird nämlich ein Aquarium auf den Boden projiziert, das sogar Wellen erzeugt, wenn man auf die Fläche tritt. Und die Fische flüchten vor den aufstampfenden Füßen. Wir hüpfen und stampfen also ein wenig auf dem Boden herum, einer dieser Momente, in denen das innere Kind wieder durchbricht. Deshalb suche ich auch nicht so wirklich nach einer Erklärung, wie das ganze funktioniert, sondern beschließe, dass es irgendwie Zauberei ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Im Laufe des Tages stapfen wir über einen verschneiten Marktplatz, auf dem ein wenig verloren ein kleines, rotes Zelt steht. Dessen Bewohner ziehen eifrig die vorbeigehenden Menschen herein und erwischen auch unsere Gruppe. Mir ist da nicht ganz wohl bei und ich zögere eine ganze Weile, bevor ich schließlich den anderen hinein folge. Drinnen sitzen eine ganze Menge Leute in roten Jacken an Tischen, auf denen seltsame Apparaturen und ein Haufen Bücher stehen. Irgendwas in meinem Gedächtnis sagt mir, dass ich diese Dinger schon mal gesehen hab. Ich werfe einen genaueren Blick auf die Bücher. Ein Vulkan ziert das Cover, der Umschlagtext schwafelt etwas von DER Lösung für alle persönlichen Probleme durch entschlüsseln eines Energiekreises. Der Autor gibt meinem Verdacht recht: L. Ron Hubbard. Wir sind tatsächlich bei Scientology gelandet.</p>
<p style="text-align:justify;">Die rote Völkchen möchte jetzt mit uns einen Stresstest machen und eine verblüffend große Anzahl von ihnen kann sogar deutsch. Ich werde an dieses Messgerät gesetzt und halte zwei Metallrohre in der Hand, auf dem Gerät fängt ein kleiner Zeiger an, nach rechts zu wandern. Der Kerl, der vor mir sitzt, erklärt: „Siehst du das? Dich bedrückt was, du hast Stress im Leben.“ Er fängt an mich auszufragen, ich antworte nur relativ einsilbig. Dann nimmt er eins der Bücher vom Tisch und lächelt: „Hier steht die Methode drin, mit der du alle deine Probleme lösen kannst. Hat mir Hunderte Stunden Nachdenken erspart.“ Ich nicke nur und sage: „Aha.“</p>
<p style="text-align:justify;">Am Tisch nebenan nutzen Moritz und Wiebke ihre Chance wesentlich geschickter. Gekonnt wird das bemitleidenswerte Scientology-Mädchen in die Ecke argumentiert. Die weicht auf Fragen zum Buch und zum Leben nur aus und bald kommt heraus, dass sie gerade erst 16 ist und vor einem Jahr aus Deutschland nach Kopenhagen gezogen ist. Da hat die Scientology-Gehirnwäsche ganze Arbeit geleistet.</p>
<p style="text-align:justify;">Den Rest des Nachmittags verbringen wir in einer Kaffeehauskette, in der wir so lange bleiben, bis wir hinauskomplimentiert werden müssen. Danach geht’s diagonal über den Platz in eine Bar und wir hyggen uns weiter. Diesmal allerdings mit alkoholischen Getränken. Ich teile mir mit Simone eine Karaffe Wein und weil es in dieser Bar draußen wärmer ist als drinnen, setzen wir uns natürlich in den umzäunten Außenbereich. Dass wir es so warm haben liegt an einem Wald aus Heizpilzen, der uns fast die Haare wegbrennt. Das läuft zwar komplett gegen all das, wofür wir im Dezember gekämpft haben, aber für einen einzigen Abend&#8230; Es hat einfach etwas total Gemütliches, im Warmen zu sitzen und dabei gleichzeitig im Schnee sein zu können und die Menschen über den Marktplatz laufen zu sehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Also: Malmö hat jetzt nicht unbedingt herausragende Sehenswürdigkeiten, ist aber ganz schick mit ein paar feinen alten Häuschen, die das Stadtbild verschönern. Und bietet genügend Möglichkeit für eine Flucht aus der gewohnten Umgebung und einen gemütlichen Ausflugstag.</p>
<p style="text-align:justify;">[Den ganzen Malmö-Trip gibt es auch chronologisch, kompakt und pointiert <a href="http://wiebkewillweg.blogspot.com/2010/02/christiania-oper-malmo-und-was-sonst.html" target="_blank">bei Wiebke</a>.]</p>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 21:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Zufällig zusammengewürfelte Notizen über einen dänischen Winter. Frederiksberg, 16. Dezember Es schneit. Im Rückblick ist das für diesen Winter absolut nichts Besonderes, aber an diesem Abend schneit es das erste Mal so, dass sich eine dünne weiße Schicht auf dem Boden bildet. Wir kommen gerade aus der Metro-Station und laufen direkt in den frisch gefallenen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=252&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Zufällig zusammengewürfelte Notizen über einen dänischen Winter.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5755.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-256" title="IMGP5755" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5755.jpg?w=600&#038;h=450" alt="Das Diakonissenstift im Schnee" width="600" height="450" /></a></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Frederiksberg, 16. Dezember</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Es schneit. Im Rückblick ist das für diesen Winter absolut nichts Besonderes, aber an diesem Abend schneit es das erste Mal so, dass sich eine dünne weiße Schicht auf dem Boden bildet. Wir kommen gerade aus der Metro-Station und laufen direkt in den frisch gefallenen Schnee. Wir haben gerade unseren ersten Sprachtest in der Sprachschule bestanden, die ganze Anspannung von Vorher ist gelöst und verwandelt sich in eine kleine Euphorie, als wir die weiße Pracht erblicken. Moritz und Wiebke veranstalten natürlich erst einmal eine kleine Schneeballschlacht, bevor wir im Innenhof des Stifts ankommen. Und es ist einfach alles weiß. In mir erwacht wieder ein kleines Kind, meine Augen wandern leuchtend umher. Den Anderen scheint es ganz ähnlich zu gehen, es beginnt eine kleine Jagd und es fliegen einige Schneebälle durch die Luft. Bis Moritz anfängt eine kleine Kugel zu formen und durch den Schnee zu rollen. Wir bauen einen Schneemann! Ich bin sofort dabei und bald werden drei große Kugeln kreuz und quer über den Rasen geschoben. Thibaut ist inzwischen auch heruntergekommen und mit ein wenig Kraft und Aufwand stapeln wir die Schneebrocken übereinander. Das Ding ist verdammt groß geworden, größer als ich. Dadurch leider aber auch ein wenig instabil. Als kleine Hilfe nehmen wir uns eine Mülltonne und versuchen dem Schneemann damit ein bisschen Halt zu geben. Noch eine Möhre ins Gesicht und ein Gruppenfoto geschossen. Sieht ganz idyllisch aus neben dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Leider ist die Lebensdauer unseres Kunstwerks recht schnell abgelaufen. Es ist in der Nacht ziemlich windig und so wird der Schneemann trotz Mülltonne einfach umgeworfen.</p>
<p style="text-align:justify;">Zu diesem Zeitpunkt sitzen wir jedoch schon lange drinnen im Warmen und trinken ein wenig Wein zur Feier der bestandenen Prüfung.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Fredericia, 22. Dezember</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Der Winter schlägt das erste Mal mit voller Wucht zu. Ich bin auf der Reise von Fünen nach Deutschland. Ich habe ein herrlich gemütliches Wochenende bei Thiemo und Clara verbracht und mache mich jetzt auf den Weg zum Weihnachtsbesuch in die Heimat. Mein Pech dabei ist: Die deutsche Bahn hat ihre Züge bis weit nach Dänemark hinein geschickt und ich bin jetzt auf einen von ihnen angewiesen. Also steht auf dem Schirm am Bahnsteig nach einigen Updates eine Stunde und 30 Minuten Verspätung.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich kenne inzwischen jeden Dachbalken des Bahnhofs in Frederecia auswendig, ich habe meinen mp3-Player halb durchgehört und ich strapaziere meine Dänisch-Kenntnisse aufs Äußerste, um mich mit zwei Jütländern über Schnee unterhalten zu können. Es ist saukalt und ich friere mir die Füße ab. Als der Zug dann endlich in den Bahnhof rollt, finde ich drinnen im Wagen einen Deutschen, der in Århus studiert und der erzählt mir, dass der Zug schon in Århus einfach so eine dreiviertel Stunde im Bahnhof rumstand. In Hamburg erfahre ich beim Warten dann noch, dass ich den anderen Kerl, mit dem ich mich die ganze Zeit im Zug unterhalten hab, eigentlich schon kenne und wir uns in einer Wohnung in Kopenhagen über den Weg gelaufen sind. Klein ist die Welt&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sydhavn, 10. Februar</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Seit Dezember liegt Schnee und türmt sich in den Straßen zu Dämmen auf, der Wetterdienst hat gerade verlauten lassen, dass es der kälteste Januar seit 35 Jahren in Dänemark war. Jede zweite Woche fegt ein Schneesturm über Kopenhagen hinweg und lässt das Verkehrssystem zusammenbrechen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist morgens neun Uhr, ich komme gerade ins Pegasus, wo ich drei Wochen aushelfen soll, weil meine Chefs im Urlaub sind und alle Mitarbeiter dadurch ein wenig hin- und her geschoben werden. Bevor ich überhaupt richtig angekommen bin, überrascht mich meine Kollegin direkt mit einer ernsthaften Frage: „Glaubst du, es wird noch mal Sommer?“ Ich bin erstmal verblüfft und sage dann: „Klar, warum nicht?“</p>
<p style="text-align:justify;">„Schau her“, sagt sie und nimmt den kleinen Globus von der Fensterbank. „Das Polareis schmilzt.“ Sie zeigt mit ihrem Finger auf Grönland und lässt ihn dann über den Antlantik wandern. „Und hier ist der Golfstrom.“ Sie schaut mich mit dem Blick an, den Menschen für gewöhnlich drauf haben, wenn sie intelligent aussehen möchten. Ich weiß, worauf sie hinaus will, finde aber, dass das nicht so viel mit der Realität zu tun hat (jedenfalls nicht als Grund für das Winterwetter). „Findest du nicht, dass wir eine neue Eiszeit haben?“, fragt sie. Als einzige Reaktion fällt mir nur das Hochziehen einer Augenbraue ein. „Glaube ich nicht.“, sage ich schließlich. Ich glaube eher, den Dänen bekommt dieser ungewohnt kalte Winter nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Am nächsten Morgen steht in der Zeitung, dass es schwarz für einen guten Sommer aussieht&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<div id="_mcePaste" style="overflow:hidden;position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;text-align:justify;"><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Schnee</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Frederiksberg, 16. Dezember</p>
<p style="margin-bottom:0;">Es schneit. Im Rückblick ist das für diesen Winter absolut nichts Besonderes, aber an diesem Abend schneit es das erste Mal so, dass sich eine dünne weiße Schicht auf dem Boden bildet. Wir kommen gerade aus der Metro-Station und laufen direkt in den frisch gefallenen Schnee. Wir haben gerade unseren ersten Sprachtest in der Sprachschule bestanden, die ganze Anspannung von Vorher ist gelöst und verwandelt sich in eine kleine Euphorie, als wir die weiße Pracht erblicken. Moritz und Wiebke veranstalten natürlich erst einmal eine kleine Schneeballschlacht, bevor wir im Innenhof des Stifts ankommen. Und es ist einfach alles weiß. In mir erwacht wieder ein kleines Kind, meine Augen wandern leuchtend umher. Den Anderen scheint es ganz ähnlich zu gehen, es beginnt eine kleine Jagd und es fliegen einige Schneebälle durch die Luft. Bis Moritz anfängt eine kleine Kugel zu formen und durch den Schnee zu rollen. Wir bauen einen Schneemann! Ich bin sofort dabei und bald werden drei große Kugeln kreuz und quer über den Rasen geschoben. Thibaut ist inzwischen auch heruntergekommen und mit ein wenig Kraft und Aufwand stapeln wir die Schneebrocken übereinander. Das Ding ist verdammt groß geworden, größer als ich. Dadurch leider aber auch ein wenig instabil. Als kleine Hilfe nehmen wir uns eine Mülltonne und versuchen dem Schneemann damit ein bisschen Halt zu geben. Noch eine Möhre ins Gesicht und ein Gruppenfoto geschossen. Sieht ganz idyllisch aus neben dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Leider ist die Lebensdauer unseres Kunstwerks recht schnell abgelaufen. Es ist in der Nacht ziemlich windig und so wird der Schneemann trotz Mülltonne einfach umgeworfen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zu diesem Zeitpunkt sitzen wir jedoch schon lange drinnen im Warmen und trinken ein wenig Wein zur Feier der bestandenen Prüfung.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Fredericia, 22. Dezember</p>
<p style="margin-bottom:0;">Der Winter schlägt das erste Mal mit voller Wucht zu. Ich bin auf der Reise von Fünen nach Deutschland. Ich habe ein herrlich gemütliches Wochenende bei Thiemo und Clara verbracht und mache mich jetzt auf den Weg zum Weihnachtsbesuch in die Heimat. Mein Pech dabei ist: Die deutsche Bahn hat ihre Züge bis weit nach Dänemark hinein geschickt und ich bin jetzt auf einen von ihnen angewiesen. Also steht auf dem Schirm am Bahnsteig nach einigen Updates eine Stunde und 30 Minuten Verspätung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich kenne inzwischen jeden Dachbalken des Bahnhofs in Frederecia auswendig, ich habe meinen mp3-Player halb durchgehört und ich strapaziere meine Dänisch-Kenntnisse aufs Äußerste, um mich mit zwei Jütländern über Schnee unterhalten zu können. Es ist saukalt und ich friere mir die Füße ab. Als der Zug dann endlich in den Bahnhof rollt, finde ich drinnen im Wagen einen Deutschen, der in <span style="font-family:Times New Roman,serif;">Århus studiert </span>und der erzählt mir, dass der Zug schon in <span style="font-family:Times New Roman,serif;">Århus einfach so eine dreiviertel Stunde im Bahnhof rumstand. In Hamburg erfahre ich beim Warten dann noch, dass ich den anderen Kerl, mit dem ich mich die ganze Zeit im Zug unterhalten hab, eigentlich schon kenne und wir uns in einer Wohnung in Kopenhagen über den Weg gelaufen sind. Klein ist die Welt&#8230;</span></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Sydhavn, 10. Februar</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Seit Dezember liegt Schnee und türmt sich in den Straßen zu Dämmen auf, der Wetterdienst hat gerade verlauten lassen, dass es der kälteste Januar seit 35 Jahren in Dänemark war. Jede zweite Woche fegt ein Schneesturm über Kopenhagen hinweg und lässt das Verkehrssystem zusammenbrechen. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Es ist morgens neun Uhr, ich komme gerade ins Pegasus, wo ich drei Wochen aushelfen soll, weil meine Chefs im Urlaub sind und alle Mitarbeiter dadurch ein wenig hin- und her geschoben werden. Bevor ich überhaupt richtig angekommen bin, überrascht mich meine Kollegin direkt mit einer ernsthaften Frage: „Glaubst du, es wird noch mal Sommer?“ Ich bin erstmal verblüfft und sage dann: „Klar, warum nicht?“</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„<span style="font-family:Times New Roman,serif;">Schau her“, sagt sie und nimmt den kleinen Globus von der Fensterbank. „Das Polareis schmilzt.“ Sie zeigt mit ihrem Finger auf Grönland und lässt ihn dann über den Antlantik wandern. „Und hier ist der Golfstrom.“ Sie schaut mich mit dem Blick an, den Menschen für gewöhnlich drauf haben, wenn sie intelligent aussehen möchten. Ich weiß, worauf sie hinaus will, finde aber, dass das nicht so viel mit der Realität zu tun hat (jedenfalls nicht als Grund für das Winterwetter). „Findest du nicht, dass wir eine neue Eiszeit haben?“ Als einzige Reaktion fällt mir nur das Hochziehen einer Augenbraue ein. „Glaube ich nicht.“, sage ich schließlich. Ich glaube eher, den Dänen bekommt dieser ungewohnt kalte Winter nicht.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Am nächsten Morgen steht in der Zeitung, dass es schwarz für einen guten Sommer aussieht&#8230;</span></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Das größte Schneeabenteuer steht jedoch da noch bevor. Doch das ist eine ganz eigene Geschichte.</span></p>
</div>
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	</item>
		<item>
		<title>Sonntage XIV-XXI: Hunger?</title>
		<link>http://danmarkbloggen.wordpress.com/2010/02/22/240/</link>
		<comments>http://danmarkbloggen.wordpress.com/2010/02/22/240/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 23:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war Sonntag. Oft. Was macht man an Sonntagen, wenn man Hunger hat? Ganz viel Essen. Die Sonntagsessen-Tradition hat in den letzten Wochen Einiges an leckeren Gerichten entstehen lassen. Da kann man sich genügend dran satt sehen. Sonntag XIV: Curry-Bananen-Huhn mit Reis Bitte einmal folgendes Kunststück bewundern: Wie zur Hölle haben wir es gebraten bekommen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=240&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Es war Sonntag. Oft. Was macht man an Sonntagen, wenn man Hunger hat?</p>
<p style="text-align:justify;">Ganz viel Essen. Die Sonntagsessen-Tradition hat in den letzten Wochen Einiges an leckeren Gerichten entstehen lassen. Da kann man sich genügend dran satt sehen.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XIV: Curry-Bananen-Huhn mit Reis</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5388.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-244" title="IMGP5388" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5388.jpg?w=300&#038;h=225" alt="CurryReis mit Huhn" width="300" height="225" /></a>Bitte einmal folgendes Kunststück bewundern: Wie zur Hölle haben wir es gebraten bekommen, dass zwei Pfannen mit den gleichen Zutaten, dem gleichen Rezept und (größtenteils) den gleichen Zubereitungsschritten so völlig unterschiedliche Ergebnisse produzieren? Es soll eine Currypfanne werden, was Johann auch sehr gut gelingt. Es sieht nach einem Currygericht aus und schmeckt mit seinen harmonierenden Zutaten auch genau danach. Meine Pfanne macht allerdings irgendwie etwas anderes daraus. Die Farbe stimmt nicht, Die Konsistenz stimmt nicht. Und der Geschmack ist auch ein anderer. Und trotzdem ist es lecker. Nur dass man etwas davon in den Mund nimmt und man die Zutaten genau herausschmeckt. Jeder Bissen wird zur Überraschung: Was landet als nächstes auf meinen Geschmacksnerven? Es ist geradezu ein Geschmackserlebnis.</p>
<p style="text-align:justify;">So was kommt halt da raus, wenn der Chef-Brater nicht am Herd steht.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XV: Weihnachtsente</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5601.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-245" title="IMGP5601" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5601.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Weihnachtsente" width="300" height="225" /></a>Das Jahr ist fast zu Ende, es sind bereits einige Sonntage vergangen. Und immer war es unglaublich lecker! Jetzt kommt zum Abschluss des Jahres die Gesellenprüfung: Gefüllte Ente. Also ein richtiges Weihnachtsessen. Und weil das so besonders ist, braucht es ein wenig Vorlaufzeit, das Essen wird also ausnahmsweise auf einen „normalen“ Wochentag verschoben. Der Vogel braucht schließlich 2 Tage im Kühlschrank zum Auftauen. Die Füllung besteht aus Äpfeln, Karotten, Toastbrot und noch mehr, was mit ein wenig Überzeugungskraft in die Ente gestopft wird. Dann noch mit Schaschlikspießen verschließen und ab in den Ofen. Drei Stunden lang. Dazu kochen wir dann noch Kartoffeln und Rotkohl. Und ein Rotwein kommt mit auf den Tisch.</p>
<p style="text-align:justify;">Am Ende steht ein braungebrannter Vogel auf dem Kleinwohnzimmertisch zum Verzehr bereit. Wir machen uns darüber her und lassen bis auf die Knochen nichts, aber auch gar nichts übrig. Es ist dermaßen lecker, dass wir nur schwer Worte dafür finden können. Die Wertungsskala wird kurzerhand erweitert und wir vergeben 15 von 10 Punkten. Ein mehr als würdiger Abschluss!</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XVI: gefüllte Paprika</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/dsc00860.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-246" title="DSC00860" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/dsc00860.jpg?w=300&#038;h=225" alt="gefüllte Paprika" width="300" height="225" /></a>Nach dem opulenten Festmahl zu Weihnachten wird das Sonntagessen-Programm wieder aufgenommen und zum Start machen wir mal etwas eher simples. In die Füllung kommt natürlich viel Fleisch, dazu ein bisschen Reis, Zwiebeln und noch irgendwas. Die fertigen Paprikas gibt es dann in grün oder rot und mit oder ohne Deckel. Also unglaubliche vier verschiedene Kombinationsmöglichkeiten!</p>
<p style="text-align:justify;">Das ist dann am Ende lecker, reicht aber natürlich nicht an die komplexen Machwerke des letzten Jahres heran. Dennoch ein ganz solider Start.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XVII: Geburtstag</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Zum zweiten Mal wird das Sonntagsessen in einen Geburtstag eingegliedert. Thibaut hat es an diesem Tag erwischt und wir schlagen uns die Mägen mit Kuchen, Keksen und anderem leckeren Zeug voll. Klar, kein richtig traditionelles Essen. Den vollen Magen stört das aber ausnahmsweise heute mal nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XVIII: Seminar</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5736.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-247" title="IMGP5736" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5736.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Seminaressen" width="300" height="225" /></a>Auch an diesem Sonntag nix Klassisches. Wir haben Seminar, erleben eine Menge, sind von den ganzen Eindrücken und Erlebnissen paralysiert und somit nicht in der Lage ein eigenes Mahl zusammenzubauen. Wir sitzen an diesem Abend im Speisesaal des Diakonissenstifts und lassen uns das Seminaressen schmecken. Was in meinen Augen auch ganz lecker ist.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XIX: Nudelauflauf</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5747.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-248" title="IMGP5747" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5747.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Nudelauflauf" width="225" height="300" /></a>Zugegeben, Nudelauflauf ist jetzt auch nicht gerade die Perfektionierung der Kompliziertheit. Das muss aber nicht heißen, dass man daraus nicht ein total leckeres Abendessen machen kann. Wir geben Schinken, Porree, Käse und Muskat dazu und ziehen damit nach der Backzeit in den Joist Attic. Das Ganze wird natürlich restlos aufgefuttert und mit einer guten 8 von 10 bewertet.</p>
<p style="text-align:justify;">Und an diesem Abend wird auch eine neue Tradition angefangen: Tatort gucken. An einem versteckten Ort tief im Stift haben wir einen Fernseher mit deutschen Sendern gefunden. Der wird jetzt jeden Sonntag angeschaltet, sofern es das Abendessen zeitlich erlaubt und sich die ARD nicht einfach mal ein anderes Programm ausdenkt.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XX: Couscouspfanne</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5871.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-249" title="IMGP5871" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5871.jpg?w=300&#038;h=225" alt="CousCous Pfanne" width="300" height="225" /></a>Dieser Sonntag ist an sich schon einmal etwas Besonderes, weil die Teilnehmerstruktur eine ungewöhnliche ist: Mehr Gäste als feste Teilnehmer. Genauer gesagt sind eigentlich nur Martin und ich auf Seite der Standardbelegschaft dabei, meine drei Freunde aus Deutschland bilden den anderen Teil des Teams. Es soll nach ein wenig Hin und Her Couscous geben. Das ist allein natürlich allein absolut zu langweilig und zu trocken. Deshalb kommt da noch einiges hinzu: Unter Anderem Zucchini, Zwiebeln, Cashews, Rosinen, Kohl und Hühnchen. Dazu kommt dann noch Tomatensauce und alle anderthalb Minuten Vorschläge, was dazu noch passen könnte. Bananen, Honig und anderes komisches Zeug. Darüber nachzudenken überfordert mich dann endgültig und ich bin dann recht glücklich und geschafft, als endlich das Essen auf dem Tisch steht. Und es ist trotz der chaotischen Vorbereitung natürlich wieder richtig lecker.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Sonntag XXI: Blätterteigtaschen mit Hackfleischfüllung</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5976.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-250" title="IMGP5976" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/02/imgp5976.jpg?w=225&#038;h=300" alt="gefüllte Blätterteigtaschen" width="225" height="300" /></a>Wir haben einen Neuzugang zu vermelden! Thiemo hat jetzt den Status „Neu-Kopenhagener“ und erweitert unser Sonntags-Team auf fünf Leute. Zur Feier des Tages gibt es ganz was Leckeres. Vorgabe war nur: Irgendwas mit Blätterteig. Also eine Hülle (diesmal in Muffin-Formen gelegt), mit Gemüse versetztes Hackfleisch und wieder ein Blätterteig-Deckel oben drauf. Zum Schluss noch ein wenig mit Eigelb bestreichen und ab in den Ofen. Aus den Überbleibseln des gebratenen Gemüses erstellen wir uns noch eine Sauce und setzen uns dann in den Joist Attic. Einige der Taschen sind aufgeplatzt, das stört aber nicht weiter. Wir lassen uns es einfach schmecken.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Alle Zutaten wurden natürlich grob geschätzt und dann zusammengeworfen. Und es war alles  ausnahmslos lecker.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/danmarkbloggen.wordpress.com/240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/danmarkbloggen.wordpress.com/240/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=240&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ausnahmezustand</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 18:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopenhagen speziell]]></category>

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		<description><![CDATA[Und dann war da noch „Klimatopmødet“. Stellt euch vor, es ist Klimagipfel und eine ganze Stadt dreht am Rad. Die bisher größte Zusammenkunft an wichtigen Leuten, die sich über das Klima unterhalten, hat die Stadt überrollt und völlig in ihren Bann gezogen. Kopenhagen ist der Klimagipfel. Das Konferenzzentrum auf Amager vor den Toren der Stadt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=231&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann war da noch „Klimatopmødet“.</p>
<p style="text-align:justify;">Stellt euch vor, es ist Klimagipfel und eine ganze Stadt dreht am Rad. Die bisher größte Zusammenkunft an wichtigen Leuten, die sich über das Klima unterhalten, hat die Stadt überrollt und völlig in ihren Bann gezogen. Kopenhagen ist der Klimagipfel.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_232" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5430.jpg"><img class="size-medium wp-image-232" title="Menschenauflauf in Kopenhagen" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5430.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Klimademo vor dem Folketing" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Climate Justice!</p></div>
<p style="text-align:justify;">Das Konferenzzentrum auf Amager vor den Toren der Stadt ist komplett abgeriegelt, alle Werbeplakate drehen sich um Klimafreundlichkeit, Windräder und Hochgeschwindigkeitszüge zieren die Busse (als Werbung für Elektrokonzerne), in der Metro erinnern Durchsagen und Laufbänder auf den Anzeigen an das Bella Center, Polizeiwagen rasen durch die Straßen, an jeder wichtigen öffentlichen Stelle stehen Plizisten herum, der Rathausplatz ist in eine Klimastadt mit großer Bühne und riesiger Weltkugel in der Mitte umgewandelt worden, überhaupt sind die meisten Plätze der Stadt mit Klimaaktionen zugestellt, das Veranstaltungszentrum hinter dem Hauptbahnhof wird von Aktivisten und NGOs komplett ausgefüllt, überall in der Stadt laufen Menschen mit Plastikkärchten um den Hals herum, ich treffe im Studentenhaus einen Südafrikaner in Diensten des Außenministeriums, der dafür zuständig ist, einige wichtige afrikanische Minister vom Flughafen abzuholen. Und der Gipfel ist Anlass für für eine der größten Demonstrationen, die Kopenhagen je gesehen hat (<a title="Die Demo" href="http://wiebkewillweg.blogspot.com/2009/12/hopenhagen.html" target="_blank">mehr darüber bei Wiebke</a>, <a title="Martins Bericht" href="http://martindaenemark.wordpress.com/2010/01/09/something-about-the-clima/" target="_blank">und bei Martin</a>), auf der ich als überdimensionale Uhr herumlaufe und später mit Fackel in der Hand zum beliebten Motiv für Fotografen werde. Die Zeitungen und Fernsehsender liefern einen 24-Stunden-Nachrichtenschwall inklusive Live-Übertragung des Abflugs von Barack Obama – mit Nachtsichtkamera.</p>
<p style="text-align:justify;">Also eigentlich der ganz normale Wahnsinn.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/danmarkbloggen.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/danmarkbloggen.wordpress.com/231/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=231&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Der Nils</media:title>
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			<media:title type="html">Menschenauflauf in Kopenhagen</media:title>
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		<title>Weiter geht&#8217;s: Århus</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 17:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Nils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[So, Weihnachten und Ferien sind vorbei, Leben kann wieder losgehen. Frohes Neues Jahr euch allen!!! Über die Zeit sind ein paar Notizen liegen geblieben, die ich hier einfach mal wahllos reinwerfe: Eines Tages fuhren wir morgens um fünf nach Århus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Die Innenstadt war naturgemäß an einem Samstagmorgen völlig tot, dafür aber [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=220&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="text-align:justify;">So, Weihnachten und Ferien sind vorbei, Leben kann wieder losgehen. Frohes Neues Jahr euch allen!!!</p>
<p style="text-align:justify;">Über die Zeit sind ein paar Notizen liegen geblieben, die ich hier einfach mal wahllos reinwerfe:</p>
<p style="text-align:justify;">Eines Tages fuhren wir morgens um fünf nach <span style="font-family:Times New Roman,serif;">Å</span>rhus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Die Innenstadt war naturgemäß an einem Samstagmorgen völlig tot, dafür aber komplett mit einem Lichterteppich überhangen. Der Hafen sah mit dem Himmel darüber noch grauer als sowieso schon aus. Und der „Weihnachtsmarkt“ war in eine kleine Halle gequetscht.</p>
<p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_221" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5265.jpg"><img class="size-medium wp-image-221" title="Den Gamle By" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5265.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Aarhus" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Dorf passt sich wunderbar ins Stadtbild ein</p></div>
<p style="text-align:justify;">Gelohnt hat sich dafür der Besuch in „Den Gamle By“, ein Museumsdorf mit Häusern aus dem 18. Jahrhundert. In jedem Haus kann man eine andere Handwerksstube und eingerichtete Weihnachtszimmer bestaunen. Auf den Straßen laufen Menschen in alten Trachten herum und Pferdekutschen donnern durch die Gassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Schließlich waren wir noch im Aros-Kunstmuseum, das moderne und zeitgenössische Werke beherbergt. Das kann man eigentlich nur mit Fotos darstellen. Also, eine kleine Bilderserie aus Kunst:</p>
<p><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5318.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-222" title="Aros Museum 1" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5318.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Hund am Lagerfeuer mit Wurst" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5328.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-223" title="Aarhus Kunstmuseum 2" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5328.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Streifenbild" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5328.jpg"></a><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5330.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-224" title="Aarhus Kunstmuseum 3" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5330.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Martin läuft durch moderne Zeitalter" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5337.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-225" title="Aarhus Kunstmuseum 4" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5337.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Der große Junge im Keller" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5341.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-226" title="Aarhus Kunstmuseum 5" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5341.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Martin spielt Plüsch-Tetris" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5355.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-227" title="Aarhus Kunstmuseum 6" src="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5355.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Martin verschwindet" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Meine Meinung hat sich an dem Tag gefestigt: Als Künstler muss man irgendwie bekloppt sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Ach ja, nochwas: In Århus steigt man hinten in die Busse ein und vorne wieder aus. Warum auch immer&#8230;</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/danmarkbloggen.wordpress.com/220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/danmarkbloggen.wordpress.com/220/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=danmarkbloggen.wordpress.com&amp;blog=8983859&amp;post=220&amp;subd=danmarkbloggen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Den Gamle By</media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">Aros Museum 1</media:title>
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		<media:content url="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5328.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Aarhus Kunstmuseum 2</media:title>
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			<media:title type="html">Aarhus Kunstmuseum 3</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5337.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Aarhus Kunstmuseum 4</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://danmarkbloggen.files.wordpress.com/2010/01/imgp5341.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Aarhus Kunstmuseum 5</media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">Aarhus Kunstmuseum 6</media:title>
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